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Über Gottsbüren


 


 
Bis 1970 war Gottsbüren eine selbständige Landgemeinde im Kreis Hofgeismar. Seit der hessischen Gebietsreform ist Gottsbüren ein Stadtteil von acht weiteren der Stadt Trendelburg. Gottsbüren ist schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt als Ort erwähnt worden: Eine Schenkungsnotiz des Kloster Corvey, die in die frühe Amtszeit des Abtes Warinus (826 - 856) fällt, lautet:
 
"Tradidit Folcmer in pago Hessi in Villa nuncupante Buria mansum I et hominem latum cum uxore et filiis. Testes: Hoger comes, Anulo, Ragenhardus, Alwardus et alii IX"

Dorfansicht

Diese Schenkung bestand also in einem Hof nebst Leibeigenen mit ihren Familien. Im 9. Jhdt. taucht der Name "Buria" auf, 1020 "Gunnesburin", 1089 "Gundesburen", 1272 "Hudesburen", nach 1330, in der Wallfahrtszeit "Godesburen" und heute Gottsbüren. Das Dorf gehörte ehedem zur Grafschaft des Grafen Ludwig von Dassel, der es 1272 an das Erzbistum Mainz verkaufte. 1332 überläßt Mainz das Dorf widerruflich dem Kloster Lippoldsberg.
 
Im ausgehenden Mittelalter ist Gottsbüren von den großen Wüstungsvorgängen, hauptsächlich im Nordteil des Reinhardswaldes, nicht betroffen. Die Bodengüte in den Gemarkungen, aber auch die günstige Verkehrslage an alten Wegen hat der Ortschaft dieses Schicksal erspart, führte doch die Königsstraße und der südliche Zipfel des Hellweges an der Gemarkung vorbei.
 
Klein war Gottsbüren; nach einem Lippoldsberger Güteverzeichnis aus dem 14. Jahrhundert besitzt es 18 Hufe (ca. 180 ha), die mit dem sogenannten "Zehnten" tributpflichtig waren. Der Ort blühte auf, als in Gottsbüren die Wallfahrt einsetzte.
 
In Gottsbüren war das Töpfereihandwerk ebenso zuhause, wie der Orgelbau. Die in der ehemaligen Wallfahrtskirche mit ihren restaurierten schönen Fresken beheimatete Heeren-Euler-Orgel von 1755 ist ein Beispiel davon. Regelmäßige Konzerte des Organisten und Musikwissenschaftlers Peer Schlechta unterstreichen diese hohe Schule der Orgelbaukunst.
 
Heute hat der Ort mit seinen alten Fachwerkhäusern etwa 1000 Einwohner und 14 Vereine, keine Industrie, aber dafür viel Wald und noch mehr Natur.

© Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Gottsbüren e.V. - Stand 03/2013